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| Unsere
Öffnungszeiten: |
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Montag-Freitag: 09.00-12.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr |
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Samstag: 09.00-12.00 Uhr
(nach Vereinbarung) |
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Esterházy Schloss in Fertöd |
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| Transdanubien |
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| Mitteltransdanubien |
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Westlich von Budapest und nördlich vom
Balaton findet man „Königliche Städte“,
wunderschöne Landschaften, wildromantische Gebirge,
fischreiche Seen, angenehme Spazierwege, weltberühmtes
Porzellan. Zahllose archäologische Funde beweisen, dass
dieses Gebiet schon seit Urzeiten bewohnt wurde. In der
Region gibt es viele Denkmäler, Strassen waren hier
schon vor zweitausend Jahren vorhanden.
Agárd
ist der bedeutendste Badeort am Velence-See.
Ein modernes Thermalbad erhält das 36°C
warme Heilwasser aus einer Quelle, die im Bika-Tal die
Eroberfläche durchbricht. In Agárdpuszta kann das
Geburtshaus des bekannten Schriftstellers Géza Gárdonyi
(1863-1922) besichtigt werden. Eine Ausstellung
informiert über die Fischerei und die Schilfernte auf
dem See.
Bakony-Gebirge
Im 19. Jahrhundert war das wildromantische Bakonygebirge
mit den riesigen Wäldern ein gutes Versteck für
Strolche, Räuber und Wegelagerer. Der Hochbakony
(Magas-Bakony) ist ein Landschaftsschutzgebiet
mit herrlichen Buchenwäldern, malerischen Bächen, 1100
Höhlen und Grotten. Recht schwierig ist der Weg zur Odvas-Ko-Höhle,
einer Behausung des Urmenschen. In den Wäldern leben
Hirsche, Rehe, Mufflons, Wildschweine, Wildkatzen und
104 streng geschützte Vogelarten. Auf dem höchsten
Berg, dem Koris (709 m) befindet sich ein Aussichtsturm.
Am Ortsende von Szentgal liegt der zweitgrösste, seit
Urzeiten existierende Taxuswald Europas.
Csákvár
war einst das Töpferzentrum Transdanubiens. Die
Tonwaren sind mit gelber und grüner Farbe verziert. Das
Heimatmuseum Vértes zeigt Andenken an die Zünfte,
Funde aus der Römerzeit (Floriana) und Kunstgegenstände
(Kossuth u. 2). Im Zentrum von Csákvár steht das
monumentale Gebäude des Schlosses Esterházy.
Es hatte – wie damals üblich- mehrere Funktionen: als
Kapelle, Theater, Bildergalerie und verfügt über einen
Jagdsaal und eine Reitschule.
Herend
Aus Herend stammt das weltberühmte Herender
Porzellan, im 19. Jahrhundert wurden damit die
Herrenhäuser in London und Wien ausgestattet. Die schönsten
Produkte der 1826 gegründeten Porzellanmanufaktur kann
man im Porzellanmuseum (Kossuth Lajos u. 140)
besichtigen.
Komárom
Die Stadt an der Donau hatte schon immer eine besondere
strategische Bedeutung. König Stephan I. liess hier im
11. Jahrhundert eine Erdfestung errichten, zwischen 1850
und 1877 wurden Befestigungsanlagen erbaut. Die drei
Festungen sind einzigartige militärgeschichtliche und
industrielle Denkmäler. Die Festung von
Monostor ist eine der grössten erhaltenen
Festungen Europas. Nach dem Friedensvertrag von Trianon
1921 wurde der nördliche Teil der Stadt an die Slowakei
abgetreten. Die Elisabeth-Brücke
verbindet die durch die Donau getrennten Stadtteile
miteinander. Am Stadtrand befindet sich das Thermalbad (Táncsics
M. u. 34-36), das Heilwasser wirkt bei rheumatischen und
gynäkologischen Beschwerden lindernd.
Pápa
Bereits 1051 wurde die Stadt erstmals schriftlich erwähnt.
Das 1531 gegründete reformierte Kollegium, die von
Protestanten errichtete Druckerei und das Gymnasium sind
weithin berühmt. Die barocken Häuser am Hauptplatz
wurden wunderschön restauriert. Sehenswert ist die römisch-katholische
Pfarrkirche, ihre Fresken stammen vom namhaften österreichischen
Meister Anton F. Maulbertsch. Inmitten einer Parkanlage
steht das Schloss des Grafen Esterházy
(Fo tér 1), welches Musikschule, Schlossmuseum,
Ausstellung und Bibliothek beherbergt. Die über 200
Jahre alte Blaufärberwerkstatt ist heute Blaudruckmuseum
(Kékfesto Múzeum, Március 15. tér 12). Die
Sammlungen und das Museum des reformierten
Kirchendistrikts von Transdanubien (Egyháztörténeti
és Egyházmuvészeti Múzeum, Március 15. tér 9) präsentieren
Exponate der sakralen Kunst, der Bibel- und
Schulgeschichte sowie Kircheneinrichtungen und
liturgische Gefässe aus dem 17. und 18. Jahrhundert. In
der Vorhalle der römisch-katholischen
Benediktinerkirche (Fo u. 10) befindet sich das riesige
Holzkreuz mit dem „Mohren Christus“.
Sümeg
Die die im 14. Jahrhundert auf dem Hügel erbaute Burg
von Sümeg überragt den Ort. Im Burghof werden
an mittelalterliche Ritterturniere erinnernde Burgspiele
aufgeführt. Sehenswert sind der Bischofspalast (Szent
István tér 10), die Franziskanerkirche (Szent István
tér 7) und die römisch-katholische Pfarrkirche (Bíró
Márton utca) mit Fresken von Anton F. Maulbertsch.
Székesfehérvár
Fürst Géza gründete die Stadt 972 als Alba Regia. Die
ehemalige ungarische Königsstadt liegt
in der geografischen Mitte von Mitteltransdanubien. In
der Hauptkirche wurden innerhalb von 500 Jahren 37 Könige,
39 Königinnen gekrönt und 15 Herrscher bestattet. Hier
wurden die Heilige Krone und das Staatsarchiv
aufbewahrt, einst hielt der „Landtag“ seine
Sitzungen ab. Die Stadt spielte eine aussergewöhnliche
Rolle im Mittelalter. Die Fresken in der Franziskanerkirche
erinnern an das kurze Leben des heiligen Emmerich. Das
Ordenshaus der Franziskaner zeigt eine Sammlung sakraler
Kunst. Das Rathaus ist ein Zeugnis des ungarischen
Zopfstils. Vom 11. bis 14. Jahrhundert gehörte die Stephansbasilika.
zu den bedeutendsten Gebäuden des Landes. Hier stand
auch der so genannte „Königsstuhl“,
das wichtigste Symbol der Rechtssprechung. Die Krönungskirche
wurde 1602 von den Türken gesprengt, heute sind nur
noch die Grundmauern in der Nationalen Gedenkstätte
(mittelalterliches Ruinenfeld) und das Mausoleum
(Sarkophag von König Stephan I.) zu sehen. Im Dom wird
die Kopfreliquie von König Stephan I. aufbewahrt. Das
einzig erhaltene mittelalterliche Bauwerk der Stadt ist
die St.-Annen-Kapelle aus dem 15.
Jahrhundert. Sehenswert ist die Zisterzienserkirche,
einst Kirche des heiligen Johannes von Nepumuk (Fo utca).
Exponate der Stadtgeschichte und archäologische Funde
zeigt das König-Stephan-Museum (Fo u.
6.). Viele Adelspaläste und Bürgerhäuser der Stadt,
die seit 1777 Bischofssitz ist, präsentieren den
Barockstil. Die Wohnhäuser am klassizistischen Vörösmarty-Platz
tragen die Handschrift von Miklós Ybl (1814-1891), der
hier geboren wurde. Wunderschön ist die Blumenuhr (Fo
utca) aus echten Blumen. Viel Wert legt man auf die
Erhaltung der volkstümlichen Baudenkmäler (z. B. die
Skanzen des Palaststadtviertels (Rác u. 11) - 12
Bauernhäuser und eine serbische Kirche). An der Burg
Bory hat der Bildhauer Jeno Bory (1879-1959)
eigenhändig jahrzehntelang gebaut (Máriavölgyi út
54). Im Budenz-Haus (Arany János u.
12) werden der Nachlass der Familie Ybl und Werke der
besten ungarischen Künstler der Jahrhundertwende
ausgestellt. Eine interessante Puppensammlung bietet das
Puppenhaus von Fehérvár (Fehérvári Babaház, Megyeház
u. 17/A).
Tata
Die „Stadt der Gewässer“ war im
Mittelalter eine der beliebtesten Erholungsorte der Könige.
Am Ufer des Alten Sees, auf dem man Wassersport treiben
und Dampferfahrten machen kann, steht die Alte Burg mit
dem Kuny-Domokos-Museum. Das älteste Baudenkmal der
Stadt ist die Cifra-Mühle aus dem 16.
Jahrhundert (Bartók Béla u. 3). Die Nepomucénus-Mühle
(Alkotmány u. 1) beherbergt das deutsche Nationalitätenmuseum
mit einer ethnographischen Ausstellung und Zeugnissen
der Kultur der in Ungarn lebenden deutschen Minderheit
vom 17. Jahrhundert bis heute. Die Gips-Kopien von 96
weltberühmten antiken Statuen (Venus von Milo, Nike von
Samothrake, Laokoongruppe) sind im „Museum für
griechisch-römische Skulpturkopien“ (Szobormásolatok
Múzeuma, Hosok tere 3) im Gebäude der ehemaligen
Synagoge zu finden. Einmalig sind das Naturschutzgebiet
am Kreuzwegberg und das geologische Museum. Am geschützten
Quellensee liegen Sportplätze und das populäre Fényes-Bad.
Der Velence-See
Der von der Sonne verwöhnte Velence-See liegt auf
halbem Weg zwischen Budapest und Plattensee und ist ein
ideales Erholungsgebiet vom Frühjahr bis zum späten
Herbst. Pro Jahr scheint die Sonne 2050 Stunden auf die
26 Quadratkilometer grosse Wasseroberfläche mit der
durchschnittlichen Wassertiefe von 1,2 Metern und erwärmt
das Wasser auf 26°C. Das mineralstoffreiche, weiche
Wasser regeneriert den menschlichen Körper. Ideale
Bedingungen bieten die vom Velence-Gebirge herüberwehenden
Winde für Segelsportler. Das dichte
Schilf, das den See etwa ein Drittel bedeckt und die
Buchten bieten gute Angelmöglichkeiten
und Raum für ein Vogelreservat, in dem 28 verschiedene
Vogelarten regelmässig brüten. Im Winter kann man auf
dem zugefrorenen See Schlittschuh laufen und Eissegeln
trainieren. Im Sommer fährt ein Ausflugsschiff ab Hafen
Agárd bzw. Velence zur Mückeninsel. Im Erholungsort
Velence wurde vor 70 Jahren ein Yachtklub gegründet.
Unter Denkmalschutz stehende Kellerzeilen und Kelterhäuser
findet man an den sonnigen Hängen des Berges Bence. Die
beiden historischen Monumente von Pákozd
erinnern an den Mut und die Tapferkeit der ungarischen
Soldaten, der Obelisk wurde zum 100. Jahrestag des
Sieges der Schlacht von Pákozd aufgestellt. Im
Arboretum von Pákozd-Sukoró gibt es etwa 250 Baum- und
Straucharten.
Vértes-Gebirge
Wanderwege führen durch enge Täler und weite
Hochebenen. Im Landschaftsschutzgebiet Vértes
wachsen viele seltene Pflanzen. Der gehaltlose rote
Boden der Bauxitgrube von Gánt und Meleges wirkt
dagegen wie eine Mondlandschaft. Zahlreiche Burgruinen
stehen auf den Felsklippen. Der 3,5 km lange geologisch-botanische
Lehrpfad zwischen Csákvár und Gánt führt über
den Berg Haraszt und durch das Kölik-Tal. Das Gebirge
ist sehr reich an Wild. Die Gebirgsorte sind idyllisch
gelegen, sauber und gastfreundlich. In Vérteskozma gibt
es besonders hübsche alte Bauernhäuser.
Veszprém
wurde auf mehreren Hügeln errichtet und heisst auch „Stadt
der Königinnen“. Veszprém war das erste
Bistum Ungarns und nur die Bischöfe dieser
Stadt hatten das Recht, die ungarischen Königinnen zu
krönen. Auf dem Burgberg sieht man denkmalgeschützte Bürgerhäuser.
Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert stand hier eine königliche
Burg, das Heldentor diente als Eingang. Unweit davon
erhebt sich der Feuerturm (Vár u. 9).). Die Stadt
besitzt einzigartige Schätze der ungarischen
Kirchengeschichte. Sehenswert sind die Fresken in der frühgotischen
Gisela-Kapelle (Vár u. 18) und die
Ausstellung sakraler Kunst und Kirchengeschichte. Der
Bau der ältesten Bischofskathedrale (Vár u. 18-20)
Ungarns wurde von der ersten ungarischen Königin, der
bayrischen Herzogstochter Gisela, angeordnet. Das
gotische Gisela-Reliquiar aus dem 14. Jahrhundert ist
ein Geschenk der Stadt Passau. Wahrscheinlich war die im
10. Jahrhundert erbaute Kapelle St. Georg
(Vár u. 20) die erste Kirche Ungarns. Der Sitz des
Propstes (Vár u. 18) ist gleichzeitig Amtssitz des
Erzbischofs. Die Statuen des Königspaares (Stephan der
Heilige und Königin Gisela) wurden auf der
Aussichtsterrasse am Rande der Burg aufgestellt, von
hier bietet sich ein wunderschöner Ausblick auf die
Talbrücke, die über den Bach Séd führt und das
Wahrzeichen der Stadt ist.
Im Königin-Gisela-Museum (Vár u. 35)
sind u. a. sakrale Kunstschätze des römisch-katholischen
Erzbistums und die Schatzkammer des Erzbistums zu
besichtigen. Das Dezso-Laczkó-Museum (Erzsébet sétány
1) zeigt die Geschichte des Bakony-Gebirges und des
Balaton-Oberlandes.
Zirc
liegt im Herzen des Bakonygebirges. Schon 1182
errichteten Zisterziensermönche hier ihr Kloster. Das
Hauptaltarbild in der barocken Abteikirche schuf Anton
F. Maulbertsch 154. Im Abteigebäude ist die Reguly-Antal-Gedenkbibliothek
(Rákóczi u.1) untergebracht. Das naturwissenschaftliche
Museum des Bakony präsentiert Naturschätze,
eine Fülle von Pflanzen, Insekten und Tieren aus der
hiesigen Vogelwelt, Terrarien, Aquarien und
Illustrationen. Der Bach Cuha fliesst durch das
Arboretum von Zirc (Damjanich u. 19), hier gedeihen 600
verschiedene Baum- und Straucharten und eine 400-jährige
Eiche. Im Geburtshaus des Wissenschaftlers Antal Reguly,
befindet sich das nach ihm benannte ethnographische
Museum (Rákóczi tér 10). |
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| Südtransdanubien |
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Im Süden der ehemaligen römischen Provinz
Pannonia kennzeichnen üppige Wälder, endlose
Ebenen, verträumte Täler und sanfte Hügel das Gebiet
südlich des Balaton zwischen der Donau und dem südlichen
Grenzfluss Drau. Das angenehme Klima und die saubere
Luft in dieser Region lädt zu Ausflügen, sportlichen
Aktivitäten, Besichtigungen der reichlich vorhandenen
Denkmäler und zu Naturbeobachtungen ein. Teil des Weltkulturerbes
der UNESCO ist der frühchristliche Friedhof von
Pécs.
Harkány
Entlang der Bruchlinien an der Südgrenze des Villány-Gebirges
tritt Heilwasser mit hohem
Schwefelanteil an die Erdoberfläche. Harkány ist seit
200 Jahren anerkannter Kurort. Das Heilwasser stammt aus
einer Schwefelquelle und enthält Sulfidionen in
Gasform. Im Heil- und Strandbad (Kossuth
L. u. 7) von Harkány wird es bei Rheuma,
Hautkrankheiten, nach Knochenbrüchen, Unfällen, bei
Gelenk- und Nervenentzündungen, Frauenleiden und als
Trinkkur bei Magenproblemen verordnet. Grosser
Beliebtheit erfreut sich der grosszügige Badekomplex
mit modernster Technik.
Kaposvár
Der Name der Stadt erinnert an die kleine, von
Sumpfgebieten des Flusses Kapos umgebene Burg, die zur
Verteidigung der Gegend diente. Die Kleinstadt liegt
zwischen Balaton und Mecsek-Gebirge. Das markanteste Gebäude
ist die Liebfrauenkirche, seit 1993
bischöflicher Dom. Bunte, handbemalte Glasfenster schmücken
das Rathaus. Die schönsten Jugendstilbauwerke sind das
Hotel Elisabeth (Noszlopy utca), das Haus Dorottya und
das Gergely-Csiky-Theater. Das ehemalige
Komitatshaus (Fo u. 10) ist eines der
geschmackvollsten klassizistischen Gebäude
Transdanubiens. Das Rippl-Rónai-Gedenkmuseum (Rómahegy)
stellt das Lebenswerk des Malers vor. Die
Pannon-Reiterakademie ist die beste Ausbildungsstätte für
Pferdefachleute und die Pferdedressur. Berühmt sind das
internationale Springreitturnier im März
und der Weltcup im Preisspringen im Oktober. Das
salzhaltige Heilwasser des Thermal- und
Strandbades (Csik Ferenc sétány 1), wird
therapeutisch genutzt. Der Stausee von Deseda bietet
Wassersport- und Angelmöglichkeiten.
Mecsek-Gebirge
Berge und Täler, saubere Luft, wunderschöne
Landschaften, die bunte, geschützte Pflanzenwelt, die
Felsformationen des Jakab-Berges (592 m),
die Vielzahl der Wasserfälle im Melegmány-Tal
prägen das Gebiet. Der höchste Berg heisst Zengo
(682 m). Sehenswert ist der 28 ha grosse
Maronenwald. Im Tal von Óbánya gibt es idyllische Dörfer,
Wanderwege sowie Arboreten in Kisújbánya und Püspökszentlászló.
Mohács
ist Schauplatz des fröhlichen ungarischen
Volksbrauches, des „Buscho-Umzugs“.
Den Faschingsumzug bestreiten furchterregende, lärmende
Buschos, bei Anbruch der Nacht wird mit einem Feuer der
Winter beerdigt und der Frühling begrüsst wird. Mohács
ist auch mit einem der grössten Schicksalsschläge
Ungarns eng verbunden: mit der Niederlage auf dem
Schlachtfeld von Mohács am 29. August 1526. Etwa 20.000
ungarische Soldaten, darunter König Ludwig II., fielen
in der Schlacht, danach begann die 150 Jahre währende Türkenherrschaft.
Am 400. Jahrestag der Schlacht wurde die Votivkirche,
die „Gedenkkirche auf dem Schlachtfeld“
(Széchenyi tér) gestiftet. Das
Dorottya-Kanizsai-Museum (Szerb u. 2) informiert über
die Geschichte der Stadt und die Schlacht. Das
Nationalitätenmuseum (Városház u. 1) präsentiert
Volkstrachten und Textilkunst der Kroaten. Die
Historische Gedenkstätte Mohács liegt am Weg nach Sátorhely.
Pécs
Die alten Römer errichteten aus dem Gestein des
Mecsek-Gebirges und dem Karstwasser eine Siedlung am
Fusse des Berges Misina. „Sopiane“
war ein wichtiges Zentrum des frühen Christentums. Aus
dem 4. Jahrhundert stammt eine Begräbnisstätte
mit 16 Bauwerken, deren einmaliger Wert von der
UNESCO mit der Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes
gewürdigt wurde. Hervorzuheben ist das frühchristliche
Mausoleum (Szent István tér), wo man in der
bemalten Grabkammer ein Christusmonogramm und die Überreste
von drei Sarkophagen freigelegt hat. Seit 1009 ist die
Stadt Bischofssitz. Römische Grabkammern, türkische
Moscheen, schlanke Minarette, kunstvolle Keramiken aus
Zsolnay, Mandelbäume, gemütliche Lokale und Cafés prägen
Pécs (Fünfkirchen). Auf dem Domplatz
steht die Basilika mit kostbaren
Kunstschätzen und Fresken der Maler Bertalan Székely
und Károly Lotz, mittelalterliche Skulpturen und
Steinmetzarbeiten zeigt das Lapidarium.
Die Barbakane (Esze Tamás u. 2) aus dem 15.
Jahrhundert, eine runde Bastion, schützte den
Haupteingang der Bischofsburg.
An 150 Jahre Türkenbesatzung erinnern die „Djami“
(Moschee) des Paschas Ghasi Kasim (Széchenyi tér), die
Moschee des Paschas Jakowali Hassan (Rákóczi u. 2) und
das Grabmal (Türbe) des Idris Baba (Nyár u. 8). Aus
der Barockzeit stammen die Einrichtungen von Kirche und
Kloster des Franziskanerordens (Ferencesek utcája 35).
Sehenswert sind die Allerheiligenkirche
(Mindenszentek-templom, Tettye utca), das
Karmeliterkloster und die Liebfrauenkapelle von
Havashegy. Der Zsolnay-Brunnen am
Hauptplatz (Széchenyi tér) ist ein Prachtstück des
Jugendstils.
In der Strasse Káptalan utca befinden sich viele Museen
und Kunstgalerien mit den unterschiedlichsten Sammlungen
und Ausstellungen. In der Synagoge (Kossuth tér) haben
1000 Gläubige Platz, die Orgel ist ein Meisterwerk der
Firma Angster aus Pécs.
Pécsvárad
Die Benediktinerabtei ist eine Gedenkstätte
der ungarischen Staatsgründung. Bischof Asztrik, der
erste Abt der 1000 gegründeten Abtei, überbrachte König
Stephan I. die heilige Krone aus Rom. Im 13. Jahrhundert
wurde die Burg errichtet, das Burgmuseum (Vármúzeum, Vár
u. 45) zeigt archäologische Funde.
Siklós
In der südlichsten Stadt Ungarns steht die Burg
von Siklós, eine der am besten erhaltenen
mittelalterlichen Burgen, 1294 erstmals urkundlich erwähnt.
Sehenswert sind die gotischen Erker (14. und 15. Jh.)
und die Burgkapelle, die Renaissance-Barbakane mit der
Zugbrücke und die barocke Burg. Das Burgmuseum
beherbergt Kerkermuseum, Lapidarium und die Geschichte
der Pécser Handschuhe. Die Moschee des Malkoc Bei (Vörösmarty
utca) wurde restauriert. Im ehemaligen
Franziskanerkloster finden alljährlich internationale
Keramik – Symposien statt.
Szenna
Die bedeutendste Sehenswürdigkeit ist das Freiluft-Dorfmuseum
(Múzeumfalu, Rákóczi u.2). Die Gebäude wurden an
ihrem alten Standort zerlegt und danach auf dem
Museumsgelände nach traditioneller Methode wieder
aufgebaut und erinnern an ein altes Strassendorf.
Szekszárd
Die Stadt liegt am Schnittpunkt verschiedenartiger
Landschaften. Dem Weinbau verdanken die Bewohner der
Stadt ihren guten Ruf, besonders beliebt sind die
Rotweine aus dem Szekszárder Weingebiet.
Die Liszt-Gedenktafel am Augusthaus (Széchenyi u.
36-40) belegt den Aufenthalt des berühmten Komponisten.
Im Komitatshaus (Béla tér) präsentiert eine Franz-Liszt-Gedenkausstellung
den Flügel, Briefe und eine Büste des genialen
Pianisten und Komponisten. An den bedeutenden Dichter
des 20. Jahrhunderts, Mihály Babits,
erinnert ein Museum, welches in seinem Geburtshaus (Babits
M. u. 13) eingerichtet wurde. Der mittelalterliche
Stadtkern befand sich am heutigen Béla-Platz, wo die grösste
einschiffige Barockkirche Europas, die Kirche
Sankt Ladislaus steht. Im Hof des
klassizistischen Komitatshauses befindet sich die Ruine
der im 11. Jahrhundert errichteten Benediktinerabtei.
Die Deutsche Bühne Ungarn (Garay tér) produziert
deutschsprachige Theateraufführungen.
Szigetvár
In Szigetvár entdeckt man auf Schritt und Tritt Zeugnisse
aus der Türkenzeit. Seit der Schlacht gegen
die Türken 1566 ist die Burg das Symbol für die
uneigennützige Heimatliebe. Ein gigantischer Löwe
erinnert als Denkmal an den Burghauptmann Miklós Zrinyi
und die Helden von Szigetvár. Auf dem ehemaligen
Schlachtfeld, heute Park der ungarisch-türkischen
Freundschaft, stehen seit 1996 die Portraits der
Feldherren Miklós Zrinyi und Sultan Suliman II., der
auch in der Schlacht gefallen ist, nebeneinander.
Zu den Baudenkmälern aus der Türkenzeit gehören die
Moschee von Ali Pascha, heute eine barocke Pfarrkirche (Zrinyi
tér 9), das türkische Haus (Bástya u. 3) aus dem 16.
Jahrhundert, eine Moschee mit Minarett. Das Miklós-Zrinyi-Burgmuseum
(Vár u. 19) präsentiert eine Ausstellung über die
Burggeschichte. Das salz- und jodhaltige Wasser des
Thermalbades (Tinodi u. 23) wirkt lindernd bei Rheuma
und Erkrankungen des Bewegungsapparates.
Villány
„Der Wein von Villány ist ein eleganter Wein, der
Wein der Kavaliere und der Damen“ schrieb einst Béla
Hamvas in seiner „Philosophie des Weins“. Das
submediterrane Klima bringt die besten Rotweine des
Landes hervor, aber auch sonnengereifte, gehaltvolle
Weissweine. Die erste ungarische Weinstrasse
wurde im Herzen der historischen Weinregion
zwischen Villány und Siklós eingeweiht. Sie
ist 30 Kilometer lang, umfasst 8 Siedlungen und 2000 ha
Weingärten. In Villány führt die Hauptstrasse
zwischen den Kellereien zum Weinmuseum, das über die
Geschichte des Weinbaus informiert (Bormúzeum, Bem u.
8). Alle 2 Jahre finden im Oktober Rotweinfestivals
statt. Am Berghang befindet sich ein Statuenpark, wo im
Sommer zahlreiche Bildhauer arbeiten. Die Skulpturen der
Künstler sind seit 30 Jahren Teil der Sammlung. |
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| Westtransdanubien |
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ist das an die Slowakei, Österreich, Slowenien und
Kroatien grenzende Gebiet, es erstreckt sich von der
Donau bis zur Drau, vom Neusiedler See bis zum Balaton.
In der Hügellandschaft liegen die an Baudenkmälern
besonders reichen Städte West-Transdanubiens. Die Benediktinererzabtei
in Pannonhalma wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe
erklärt. Die Region bietet zahllose Freizeitmöglichkeiten:
Wassersportarten, Wandern, Angeln, Reiten, Rad fahren
usw.. Berühmt sind die guten Weine und das angenehme
subalpine Klima.
Bük
Bad Bük liegt an der österreichischen Grenze, nur etwa
100 km von Wien entfernt. Das Heilbad zählt zu den beliebtesten
Thermalbädern Ungarns mit internationalem Ruf
und ist ein anerkannter Kurort. Das Heilwasser ist reich
an Mineralien wie Kalzium, Magnesium und
Hydrogenkarbonat, lindert Erkrankungen des
Bewegungsapparates, Verdauungsprobleme und Kreislaufstörungen.
Auch Urlaubsgäste kommen gerne nach Bük, denn sie schätzen
den guten Service der Hotels und den schönen Golfplatz
des Birdland Golf & Country Clubs (mit 9 und 18 Löchern).
Sehenswert ist das Szapáry Palais. Das ruhige Bükfördö
verfügt über herrliche Park- und Grünanlagen. Die
klimatischen Verhältnisse sind hervorragend.
Fertőd
Im Schloss von Fertőd fand 1770 die erste grosse
Festlichkeit statt, als Fürst Miklós Esterházy dem
Wiener Hochadel sein neues Haus vorstellte. Das grösste
und schönste Barockschloss Ungarns
wurde in einer Bauzeit von 46 Jahren errichtet. Ein mit
Eiben und Springbrunnen geschmückter Hof und ein ursprünglich
im französischen Stil - im 19. Jahrhundert im
englischen Stil - angelegter Park umgeben das Schloss. Joseph
Haydn (1732-1807) verbrachte einen grossen Teil
seines Lebens im damaligen Eszterháza (heute Fertöd)
als Hofkapellmeister. Im Schlossmuseum präsentieren
Wandteppiche, Wandleuchter, Mobiliar aus dem 18.
Jahrhundert und kostbare Ziergegenstände die barocke
Lebensweise. Ein Haydn-Gedenkzimmer kann in der
Musikschule besichtigt werden.
Győr
Die „Stadt der Flüsse“ kann auf eine bewegte
Vergangenheit zurückblicken. Sie wurde von den Römern
Arrabona genannt und ist seit fast 1000 Jahren Bischofssitz.
Győr hat schöne Barockgebäude und ist ein
beliebtes Schul- und Industriezentrum. Der alte
Stadtkern befand sich an der Mündung der drei Flüsse
Donau, Rába und Rábca. Weithin ist die Residenz des
Bischofs (Püspökvár, Káptalan domb 5/A), die
Bischofsburg, sichtbar. Die ältesten Bauten sind der
Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert und die aus dem 15.
Jahrhundert stammende Doczy-Kapelle. In der Héderváry-
oder St.-Ladislaus-Kapelle wird ein Meisterwerk der
ungarischen Goldschmiedekunst, die vergoldete Herme, das
Kopfreliquiar von König Ladislaus I. (1077-1095)
aufbewahrt. Zu den wertvollsten Einrichtungen des Doms
gehören die zwei „schwarzen Altäre“.
Die Fresken wurden von Anton F. Maulbertsch angefertigt.
1731 wurden die beiden Barockstandbilder, der Erzengel
Michael (Apor Vilmos püspök tér) und das Bundesladendenkmal
(Gutenberg tér) fertig gestellt. Im bischöflichen
Priesterseminar (Papnevelde, Káptalan domb 26) sind
Schatzkammer und Bibliothek der römisch-katholischen Diözese
untergebracht. Das Borsos-Museum (Apor Vilmos püspök tér
2) zeigt Graphiken und Skulpturen des Bildhauers
Miklós Borsos (1906-1993). In den Kasematten
der Burg (Bécsi kapu tér 5) befindet sich ein
Lapidarium. Das Kreszta-Haus (Apáca u. 1) beherbergt
eine Keramikausstellung der bekannten
Keramikerin aus Győr, Margit Kovács (1902-1977).
Der schmiedeeiserne Wetterhahn auf dem Brunnenhaus am
Donautorplatz hütet eine Legende aus der Türkenzeit.
Am Széchenyi-Platz stehen die Kirche St.
Ignatius mit der Nachbildung der Il Gesú in
Rom und das Ordenshaus mit dem Szechenyi-Apothekenmuseum.
Beliebt ist Schloss Zichy (Liszt Ferenc
u. 20) besonders für Konzerte und Hochzeiten. Das alte
Rathaus (Rákóczi u. 1) weist schmiedeeiserne
Verzierungen auf, das neue Rathaus (Városház tér) ist
ein imposantes neobarockes Gebäude. Ein für die Stadt
typischer, üppig verzierter Erker schmückt das
Rosalia-Haus (Kazinczy u. 21). Das Schloss
Esterházy (Király u. 17) beherbergt die Gemäldesammlung.
Köszeg
In Köszeg erklingen nicht nur mittags, sondern auch um
11.00 Uhr die Glocken und erinnern an den
Burgkommandanten Miklós Jurisics, der die Türkenübermacht
bekämpfte und um 11.00 Uhr besiegte. 25 Tage lang hatte
er Burg und Stadt gegen das türkische Heer von Sultan
Suleiman erfolgreich verteidigt. Die Jurisics-Burg
(Rájnis József u. 9) entstand im 13.
Jahrhundert, ihre heutige Gestalt erhielt sie nach dem
Brand von 1777. Prächtige Baudenkmäler säumen den Jurisics-Platz.
Imposant ist Tor der Helden, daneben steht das
Arkadenhaus. Nahezu alle Häuser rundum stehen unter
Denkmalschutz. Das Rathaus (Jurisics tér 8) wurde im
15. Jahrhundert erbaut und trägt Merkmale der Gotik und
des Barock. Die Kirche Sankt Emmerich vereint mehrere
Baustile, die Kirche Sankt Jakob (Jurisics tér) gehört
zu den ältesten Denkmälern der Stadt. Sehenswert ist
auch die Herz-Jesu-Pfarrkirche.
Koszeg-Gebirge
Im Landschaftsschutzgebiet Koszeg gedeihen seltene
Pflanzen, es bietet herrliche Ausflugsziele, z. B.
“Sieben Quellen“. Im 18. Jahrhundert wurden die Steier-Häuser
erbaut. Der Irottko ist mit 883
Metern der höchste Berg Transdanubiens. Die
Weinkellerzeile in Cák besteht aus acht denkmalgeschützten
Kelterhäusern. Auf dem 568 Meter hohen Berg über Velem
steht die im 13. Jahrhundert erbaute Kapelle des
heiligen Vid. Sehenswert ist auch das ehemals königliche
Jagdschloss, Schloss Sibrik in Bozsok.
Nagycenk
war der Wohnsitz des bedeutenden Staatsmannes des 19.
Jahrhunderts, des Grafen István Széchenyi.
(1791-1860), das Schloss gehörte zu seinem
Familienbesitz. Der „grösste Ungar“ liess die
Kettenbrücke in Budapest bauen, gründete die
Ungarische Akademie der Wissenschaften, förderte die
Donaudampfschifffahrt und führte die Rennpferdezucht in
Ungarn ein. Das Schloss kann heute als Széchenyi-Gedenkmuseum
besichtigt werden. Züge der Museumsbahn starten nach
Fertoboz, von der klassizistischen Gloriette aus hat man
eine einmalige Aussicht auf den Neusiedler See. Vom
Schloss führt ein Weg zur Familiengruft, in der die Széchenyis
ihre letzte Ruhe fanden.
Pannonhalma
Auf dem St.-Martin-Berg erhebt sich der Gebäudekomplex
der Benediktinerabtei, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe
gehört. Papst Johannes Paul II. besuchte sie anlässlich
des 1000. Jahrestages der Erzabtei.
Aus der Kirche gelangt man durch das spätromanische
Prunkportal „Porta Speciosa“ in den
Kreuzgang, von hier führt ein Verbindungskorridor in
das Kloster. Mit 360.000 Bänden ist die Benediktiner-Bibliothek
eine der grössten der Welt. Zum Kloster gehören
ausserdem ein Gymnasium und ein Internat, Benediktiner
unterrichten hier. Das Arboretum besteht aus Abteipark
und einem Waldpark. Das Millenniumsdenkmal entstand
vor rund einhundert Jahren anlässlich des 1000.
Jahrestages der ungarischen Landnahme.
Sárvár
Einst befand sich hier die römische Siedlung namens
Bassiana. Eine lange, steinerne Brücke führt zum Tor
des Renaissance-Burgschlosses Nádasdy
(Várkerület 1), das im 16. Jahrhundert am Standort der
ehemaligen mittelalterlichen Festung als Adelssitz der
Familie Nádasdy errichtet wurde. Das Schlossmuseum präsentiert
die Burg- und Stadtgeschichte, zeigt Wissenswertes über
die ungarischen Husaren und eine umfangreiche
Kunstgewerbe-Sammlung. Im Arboretum von Sárvár
(Várkerület 30) stehen eine 36 Meter hohe
Pyramideneiche und vier über 300 Jahre alte Eichen. Das
salzhaltige Wasser des Heilbades (Vadkerti
u. 1) wird bei verschiedenen Erkrankungen empfohlen, Sárvárer
Thermalkristalle“ können auch zu Hause als Badekur
angewandt werden.
Sopron
Das heutige Sopron entwickelte sich aus dem römischen
Ort Scrabantia, einer wichtigen Station an der Bernsteinstrasse.
Es liegt dicht an der österreichischen Grenze zwischen
Kiefernwäldern und Weingärten, das Klima ist subalpin.
Wahrzeichen der Stadt ist der 61 m hohe Feuerturm,
wo Skulpturen, Steinmetzarbeiten und Mauerreste im
unteren Geschoss ausgestellt sind. In den oberen
Stockwerken des Turms befindet sich die Ausstellung über
die Stadtgeschichte. Den barocken Hauptplatz prägt die „Ziegenkirche“
(Benediktinerkirche), die im 17. Jahrhundert
Schauplatz von Krönungen und Landtagssitzungen war. Das
Storno-Haus (Fő tér 8.) mit dem
barocken Eckerker ist ein Museum, prall gefüllt mit
Antiquitäten und heimatkundlichen Exponaten der Familie
Storno. Die Dreifaltigkeitssäule aus
dem 17. Jahrhundert ist ein Kunstwerk des ungarischen
Barock. Ein neogotisches Bauwerk des 19. Jahrhunderts
ist die Kirche der Ursulinen (Orsolya tér 2.). Die alte
Synagoge (Új u. 22.) stammt vom Ende des 13.
Jahrhunderts. Das Eggenberg-Haus (Szent György u. 12.)
wurde im Stil der Spätrenaissance errichtet. Die
Fresken der 600-jährigen gotischen Kirche Sankt Georg (Szent
György utca) stammen aus dem 18. Jahrhundert. Im
Burgviertel laden heute elegante Geschäfte zum
Einkaufsbummel ein. Hier steht auch die Mariensäule.
Die gotische Heiliggeistkirche (Szentlélek utca) gehört
zu den wertvollsten Denkmälern der Stadt, imposant ist
das vor 300 Jahren errichtete Zwei-Mohren-Haus (Szent
Mihály u. 9). Der Turm der gotischen Kirche Sankt
Michael (Szent Mihály utca) überragt die Stadt.
Museumsstrasse heisst die „Templom utca“,
verschiedene Galerien und Sammlungen reihen sich
aneinander. Im ehemaligen Franziskaner- und späteren
Benediktiner-Ordenshaus (Haus Nr. 1) ist der
mittelalterliche Kapitelsaal, ein grossartiges
Baudenkmal, erhalten geblieben. Im Esterházy-Palais
(Haus Nr. 4.) ist eine Ausstellung über
Forstwirtschaft, Holzindustrie, Vermessungstechnik, in Ungarns
einzigem Bäckermuseum (Pékmúzeum, Bécsi u.
5.) sind Backstube, Bäckerwohnung, Konditorei und
Zuckerbäckerei untergebracht. Das Franz-Liszt-Museum
zeigt Ausstellungen über Stadtgeschichte, Volkskunst
und angewandte Kunst.
Die „Lövérek-Berge“ umgeben
Sopron und bieten ideale Ausflugsmöglichkeiten. Beliebt
sind das Waldbad (Lövér körút 82) und das Seemühlenbad
(Tómalom-fürdo).
Szombathely
Die römische Stadt Savaria wurde um 50 n. Chr. von
Kaiser Claudius gegründet. Auf dem Ruinenfeld der
ehemaligen Stadt (Romkert, Templom tér 1-3) wurden die
Grundmauern öffentlicher Gebäude, die Fragmente eines Isis-Heiligtums
aus dem 2. Jahrhundert freigelegt. Der
Stadthalterpalast, das Mercurius-Heiligtum, die öffentlichen
Bäder, fast 50 m Strassenbelag der Bernsteinstrasse und
das Zollhaus sind sehenswert. Eine der grössten
Barockkirchen Ungarns ist die Basilika
(Templom tér). Der Festsaal des im Zopfstil errichteten
Bischofspalais (Püspöki Palota,
Berzsenyi tér 3) „Sala terrena“
gehört zu Ungarns schönsten Barocksälen.
Neben der gotischen Pfarrkirche der heiligen Elisabeth (Aréna
u. 1) aus dem 14. Jahrhundert befindet sich das
ehemalige Franziskanerkloster. Im Altarraum der
ehemaligen Dominikanerkirche St. Martin sieht man
gotische Wandbilder, die den berühmtesten Sohn der
Stadt, zugleich Bischof von Tour, den heiligen Martin,
darstellen.
Őrség
Das Erholungsgebiet an den bewaldeten Hängen spielte
schon seit dem 10. Jahrhundert eine wichtig Rolle beim
Schutz der Landesgrenze (der Name Őrség bedeutet
„die Warte“). Das südlich von Körmend
und Szentgotthárd liegende Hügelland
ist aus ethnografischer und kultureller Sicht eine
besondere Welt. Die Siedlungen entstanden auf den
Berggipfeln als „strategische Siedlungen“ von
jeweils fünf bis zehn Gehöften. Jedes der 18 Dörfer
bewahrte die Siedlungsform der Landnahme, nahezu jedes
Dorf hat ein altes Haus oder einen Glockenturm
aufzuweisen. Der schönste Glockenturm
steht in Pankasz. Das Zentrum der
Őrség ist Oriszentpéter. Zeugnisse ländlicher
Baukunst bietet das Pityszer Museumsgehöft Szalafo. Die
Kirche von Velemér (13. Jh.) hat wunderschöne Fresken,
eine mittelalterliche Kirche steht auch in Hegyhátszentjakab.
Der Vadása-See in der Nähe des Dorfes
ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Die Őrség
ist Ungarns grösstes Landschaftsschutzgebiet.
Hier wurden 200 Quellen, 15 klare Bäche, 500 grosse
Falterarten und als botanische Seltenheit der
Frauenmantel registriert. Berühmt sind die Töpfererzeugnisse
der Region, die Gastronomie und die volkstümlichen
Traditionen (Baumstämme ziehen, Maibaum aufstellen).
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