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| Unsere Öffnungszeiten: |
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Montag-Freitag: 09.00-12.00 Uhr und 14.00-18.00 Uhr |
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Samstag: 09.00-12.00 Uhr
(nach Vereinbarung) |
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Die berühmte Puszta in der
ungarischen Tiefebene |
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| Tiefebene |
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| Nördliche Tiefebene |
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Die nördliche Tiefebene ist ein ebenes Gebiet, das
drei Komitate umfasst. Hier befindet sich auch der Nationalpark
Hortobágy. Reizvolle Landschaften, eine vielfältige
Pflanzen- und Tierwelt und zahlreiche Baudenkmäler und
Kunstschätze prägen die Region. Zahlreiche Thermalwasservorkommen
ermöglichten den Bau von mehreren Heilbädern.
Debrecen
Debrecen, die zweitgrösste Stadt des Landes,
ist auch als "kalvinistisches Rom" bekannt.
Wahrzeichen der Stadt ist die klassizistische
reformierte Grosskirche. Der Sessel des
grossen Staatsmannes Lajos Kossuth (1802–1894), der am
14 April 1849 die Unabhängigkeit vom Hause Habsburg
proklamierte, wird hier aufbewahrt. Das "Reformierte
Kollegium" (Kálvin tér 16.) war
"die Schule des Landes". Das 180 Jahre alte
Gebäude beherbergt eine Ausstellung über die Schul-
und Kirchengeschichte, etwa 500 000 kostbare Bücher
besitzt die grösste kirchliche Büchersammlung
Ungarns. Das klassizistische Rathaus
(Piac u. 20.), die reformierte Kleinkirche
(Révész tér), die "Veres-Kirche”
(Kossuth u.), die Synagoge (Pásti u.),
die griechisch-katholische Kirche
(Attila tér), die wissenschaftliche Kossuth-Lajos-Universität
(Egyetem tér 1.), die Kathedrale St. Anna
(Szent Anna u. 15.), die grösste Windmühle
Mitteleuropas gehören zu den vielen Sehenswürdigkeiten
der Stadt. Das berühmte Heilbad im
Grosswald (Nagyerdo, Nagyerdei park 1.) wird bei
verschiedenen Beschwerden empfohlen.
Hajdúszoboszló
Bereits seit 75 Jahren ist der Ort das "Mekka
der Rheumakranken" und einer der
beliebtesten Erholungsorte der Tiefebene. Im Heilbad
(Szent István park 1–3.) kann eine 2- bis
3-Wochen-Kur den Gesundheitszustand der Kurgäste
wesentlich verbessern. Das Glockenhaus
verfügt über eine Sammlung von Aluminiumglocken. Im Töpferhaus
(Ady u. 2.) wird u. a. schwarze Nádudvarer Keramik
gezeigt.
Hortobágy
Hortobágy ist eine der grössten unter
Naturschutz stehenden, grasbedeckten Ebenen (Puszta)
Europas, wo ungarische Graurinder, Pferde,
Zackelschafe und Büffelherden unter freiem Himmel
leben. Das 70.000 Hektar grosse Gebiet des Nationalparks
Hortobágy wurde 1999 Teil des
UNESCO-Weltnaturerbes.
Die so genannte "Brücke mit den neun Löchern"
ist die längste Steinbrücke (167,3 m) Ungarns. Nur
zwei Kilometer von der Gemeinde Hortobágy entfernt
liegt Máta, Heimat des berühmten
Hortobágyer Gestüts. Seit 300 Jahren werden hier
Pferde der Rasse "Nonius" gezüchtet.
Jászberény
war jahrhundertelang Zentrum der im 13. Jahrhundert
eingewanderten, aus dem Iran stammenden Volksgruppe der Jászok.
Den Turm der "Kirche der Heiligen Jungfrau
Maria" (Szentháromság tér) schmückt
die ungarische Krone. Sorgsam wird der Schatz des Jász-Museums
(Táncsics M. u. 5.), ein geschnitztes Elfenbein- Horn,
gehütet. Thermal-, Heil- und Schwimmbad und eine
Kunsteisbahn bieten genügend Bewegungsmöglichkeiten.
Nyíregyháza
Nyíregyháza ist eine ruhige, hübsche Stadt. Im
Stadtzentrum steht eine barocke evangelische
Kirche (Luther tér). Die wichtigsten Gebäude
- das Rathaus (Városháza, Kossuth tér),
das Hotel- Kasino Krone (Dózsa György
u.) und das Komitatshaus (Hosök tere)
wurden von Ignác Alpár, dem Meister
des ungarischen Jugendstils geplant. Der schönste
Vertreter des Jugendstils ist der Nyírvíz-
Palast. (Széchenyi u. 1.). Nyíregyháza-Sóstófürdo
ist vier Kilometer von der Stadt entfernt. Der Kurort
ist seit 300 Jahren wegen des natriumkarbonathaltigen
Sees beliebt. Im zweitgrössten zoologischen
Garten Ungarns leben mehr als 1000 Tiere und
150 verschiedene Tierarten aus fünf Kontinenten in
einer naturbelassenen Umgebung.
Szolnok
Die am Zusammenfluss der Flüsse Theiss und Zagyva
gelegene Stadt ist seit mehr als 900 Jahren ein
wichtiger Verkehrsknotenpunkt an der Theiss. Der alte Bahnhof
ist Ungarns "dienstälteste" Station, während
der neue Bahnhof einer der modernsten in Mitteleuropa
ist. Merkmale des Jugendstils tragen das Rathaus
(Kossuth tér), die evangelische Kirche
(Kellner Gyula u.) und das Szigligeter Theater
(Tisza park 1.). Der neobarocke Bau des Hotels
Theiss und die mit einer Kuppel geschmückten
Gebäude des Heilbades zaubern eine
unverwechselbare Silhouette. Sehenswert ist die 1902
gegründete Szolnoker Künstlersiedlung
(Szolnoki Muvésztelep, Gutenberg tér 4.), die viele Grössen
der ungarischen zeitgenössischen Malkunst
hervorgebracht hat. Ein bedeutendes Denkmal ist die barocke
Franziskanerkirche aus dem 18. Jahrhundert mit
dem ehemaligen Kloster (Templom u. 8.).
Szolnok ist die Stadt des Wassersports.
Am toten Arm der Theiss wurde eine Rodelbahn gebaut, an
der Theiss selbst gibt es öffentliche Badestrände. |
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| Südliche
Tiefebene |
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"Das Meer der Ebene"– so
beschrieb der ungarische Dichters Sándor Petőfi
die ungarische Puszta und die
Theiss.
In dieser Gegend werden die meisten
Sonnenstunden gezählt, Thermalwasser
sprudelt hier reichlich.
Baja
Die Hafenstadt liegt an der Donau und
am Donauarm Sugovica. Deutsche,
Kroaten, Serben und Ungarn leben hier seit Jahrhunderten
zusammen. Besonders sehenswert sind das Rathaus (városháza,
Szentháromság tér 1), ein Neorenaissance – Gebäude,
die Franziskanerkirche (ferences
templom, Bartók B. u. 1.) mit Rokokoaltar, das Altarbild
der Kirche St. Peter und Paul (Tóth Kálmán tér),
die Ikonostase der serbischen Kirche (szerb
templom, Miklós u.) und das Gebäude ehemaligen
Synagoge (Munkácsy u. 9.). Die Geschichte der
Fischerei zeigt das Museum (Deák F. u.
1.), das nach István Türr, dem berühmten
Sohn der Stadt und Architekten des Kanals von Korinth,
benannt wurde. Die von der Sugovica
umschlossene Insel ist ein Touristenparadies. Es gibt
Schwimmbad und Tennisplatz, der Hafen liegt an der Rhein-Main-Donau-Wasserstrasse.
Die berühmte Fischsuppe von Baja ist
im Guinnessbuch der Rekorde zu finden, jedes Jahr am
zweiten Samstag im Juli köchelt gleichzeitig in 2000
Kesseln auf offenem Feuer die Fischsuppe.
Békéscsaba
Weltbekannt sind die schmackhafte Csabaer Wurst
und die berühmten Werke der Druckerei Kner. Die
evangelische Grosskirche verfügt über 2900 Sitzplätze
und eine ausgezeichnete Akustik (Széchenyi tér), sie
ist Ungarns grösste evangelische Kirche.
Das Munkácsy- Museum (Széchenyi u.
9.) zeigt 15 Werke des grössten Malers aus dem 19.
Jahrhundert, Mihály Munkácsy. Mit 500 Quadratmetern
Wandmalerei von László Patay überrascht die
Herz-Jesu-Kirche (Jézus szíve templom, Erzsébethely városrész
/Stadtteil) die Besucher.
Bugac
Die Bugac-Puszta, anerkanntes Biosphärenreservat,
ist Teil des Nationalparks Kiskunság.
Das Touristikzentrum bietet Reitervorführungen an
(Geschicklichkeit, Vorstellung der Reiter, Ausritte und
Kutschfahrten), am beliebtesten sind das Pferdetreiben
und der Puszta-Fünfer. Das Hirtenmuseum (Pásztormúzeum,
Bugac-puszta) gibt einen Überblick über den Alltag der
Hirten, die Schitzereien und den Bau der Hütten.
Gyula
Blumen, Rosengärten, gepflegte Parkanlagen und
romantische Promenaden prägen die Stadt. Wahrzeichen
der Stadt ist die gotische Burg aus dem
15. Jahrhundert, die einzige Ziegelburg in Mitteleuropa.
Eines der schönsten Heilbäder Ungarns ist das Burgbad
von Gyula (várfürdő, Várkert/Burggarten)
mit mehreren Schwimmbecken. Es befindet sich gegenüber
der Burg in einem 8,5 Hektar grossen Urpark des
ehemaligen Schlosses Almásy. Das 72°C heisse
Heilwasser wird u. a. bei Erkrankungen des
Bewegungsapparates, Entzündungen, gynäkologischen
Beschwerden, Nervenschmerzen und Magenbeschwerden mit
Erfolg angewendet. Die "hundertjährige
Konditorei" (Százéves cukrászda, Erkel
tér 1.), zweitälteste Patisserie im Lande (1840), ist
bis heute mit dem Originalmobiliar eingerichtet und
einen Besuch wert. Der berühmte Sohn der Stadt, Ferenc
Erkel, (1810–1893) ist der Gründer der ungarischen
Nationaloper und Komponist der Opern Bánk bán, Hunyadi
László, und der ungarischen Nationalhymne. Sein
ehemaliges Wohnhaus ist heute Museum (Apor Vilmos tér
7.). Der Dürersaal (Kossuth L. u. 17.)
wurde nach Albrecht Dürer benannt, da Dürers Vater aus
Gyula stammte. "Gyulai Kolbász" ist
die beliebte Gyulaer Paprika-Dauerwurst. Die Sammlung
"Heilige Jungfrau Maria" (Apor Vilmos tér
11.) enthält Gnadenbilder, Erinnerungsstücke und
Kleidungsstücke von Mitgliedern der verschiedenen
Glaubensrichtungen.
Hódmezővásárhely
Blumenstickereien schmücken Decken und Kissen. Die
gestickten Blumenmotive und die handgearbeiteten
Keramiken der Töpfer gehören zur Volkskunst
dieser Stadt. Auf dem Hauptmarkt, dem Kossuth-Platz
steht das im eklektischen Stil erbaute Rathaus
(Városház, 1.). Die barocke
reformierte Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das
Hotel zum Schwarzen Adler (Fekete Sas Szálló , Nr. 3.)
und das Gebäude der ungarischen Kreditbank (Magyar
Hitel Bank, Nr. 5.) vertreten den eklektischen Stil. Die
Synagoge (Szeremlei u. 3.) trägt Merkmale des
ungarischen Jugendstils. Unweit der Stadt liegt die
Mártélyer Feriensiedlung mit guten
Wassertourismus-Möglichkeiten.
Kalocsa
Kränze aus Paprika und zum Trocknen aufgehängte
Paprikaschoten (das unentbehrliche Gewürz der
ungarischen Küche), handgemalte, bunte Blumenmuster
an den Häusern, hauchdünne, weisse Spitzen,
Stickereien mit bunten Blumenmustern und wunderschön
bestickte Volkstrachten machten die über tausendjährige
Stadt Kalocsa weltweit bekannt. Im Landschaftshaus
der Volkskunst (népművészeti tájház,
Tompa Mihály u. 7.) kann man wunderbare Stickereien,
Trachten etc. bewundern, das ungarische Gewürzpaprika
- Museum (Magyar Fűszerpaprika Múzeum,
Szent István király út 6.) informiert über
Geschichte, Anbau, Verarbeitung von Paprika. Die
erzbischöfliche Basilika (Szentháromság tér 1.) ist
ein prächtiges Bauwerk, die grosse Orgel wurde mehrfach
von Ferenc Liszt gespielt. In der Schatzkammer der
Basilika (Foszékesegyházi Kincstárb, Szentháromság
tér 1.) wird auch die Herme des heiligen
Stephan, die Kopfreliquie ersten Königs von
Ungarn, aufbewahrt. Die Bibliothek des
Erzbischofspalastes (érseki palota, Szentháromság
tér 1.) umfasst über 150.000 Bände, darunter viele
Kodizes und Wiegendrucke.
Kecskemét
Die Stadt wurde durch "Barackpálinka"
(Aprikosenschnaps aus Kecskemét), die verzierten
Jugendstilgebäude und die „Kodály-Methodik”
weltweit bekannt. Am Kossuth-Platz stehen mehrere berühmte
Gebäude. Das prachtvoll verzierte Rathaus (Nr. 1.) gilt
als Meisterwerk des ungarischen Jugendstils. Zur vollen
Stunde erklingt ein Glockenspiel, die Melodie wurde von
Zoltán Kodály komponiert. Die älteste Kirche ist die
ursprünglich gotische Franziskanerkirche Sankt Nikolaus
(Szent Miklós-templom 5.), die grösste im Zopfstil
erbaute Kirche der Tiefebene ist die Grosskirche. Der
bekannte ungarische Komponist Zoltán Kodály wurde in
Kecskemét geboren. Der prunkvolle "Cifra-Palast"
(Rákóczi u. 1.) ist ein grossartiges Werk des
ungarischen Jugendstils. Piaristenkirche und Ordenshaus
(Jókai u. 1.) wurden im ungarischen Barockstil erbaut,
die evangelische Kirche (Arany János u. 1.) trägt
eklektische Merkmale.
Fast 2500 Gemälde und Skulpturen bietet das Museum
der naiven Kunst (Magyar Naiv Művészek Múzeuma,
Gáspár András u. 11.).
Versäumen Sie nicht, die ständige Ausstellung
des "expressiv-emotionalen" Impressionisten,
des Malers János Bozsó (1922-1928) anzuschauen. János
Bozsó Sammlung (Klapka György u. 34.) Der
Erneuerer der Schule der Tiefebene ("Alföldi
iskola") war Gründer-Mitglied der Künstlerkolonie
in Tiszakécske. Der Sohn der Stadt ist seit 1997 Ehrenbürger
der Stadt.
Das ungarische Fotomuseum (Katona József
tér 12.) stellt fast 3000 Objekte aus, 1500
Musikinstrumente aus der ganzen Welt präsentiert die
Sammlung Leskowsky (Zimay u. 6/A). Die
Obstschnapsbrennerei Zwack Unicum AG (Zwack Gyümölcspálinka-fozde
és kiállítás, Matkói u. 2.) lädt zur Besichtigung
mit "Obstlerprobe" ein.
Kiskunfélegyháza
Besonders sehenswert ist das Rathaus von
Kiskunfélegyháza (Kossuth Lajos u. 1), an dessen Wänden
farbenprächtige Steinblumen wachsen. Die Keramiken
stammen aus der weltberühmten Porzellanmanufaktur
Zsolnay. Eng mit der Stadt sind zwei berühmte
Vertreter der ungarischen Literatur verbunden: der
Dichter Sándor Petofi (1823-1849) und der
Schriftsteller, Wissenschaftler und Museumsdirektor
Ferenc Móra. Im Hof des Kiskun-Museums
(Holló L. u. 9.) – vormals Kerker der Stadt – steht
eine Windmühle mit vier Flügeln. Eines der schönsten
Denkmäler der Stadt ist die Barockkirche der
Heiligen Jungfrau mit der Sichel (Boldogasszony-tenplom,
Béke tér).
Lajosmizse
Die alte "Tanyacsárda"
bietet Spezialitäten der ungarischen Küche. Pferdevorführungen,
"Einödpartys" und
temperamentvolle Zigeunermusik stehen auf dem Programm.
Empfehlenswert ist der Besuch eines typischen Gehöfts:
zahlreiche Stallungen, viele Tiere, Sommerküche,
Taubenschlag, Wagenschuppen, Maisscheune.
Ópusztaszer
Die erste Ständeversammlung der ungarischen Stämme,
die vor über 1100 Jahren in das Karpatenbecken einzogen
und das Land einnahmen, fand in Szer statt. Anführer
der ungarischen Stämme war Stammesoberhaupt Árpád,
dessen Denkmal seit 100 Jahren im Nationalen
Historischen Gedenkpark (Nemzeti Töréneti Emlékpark
Szoborkert 68) steht. Eindrucksvoll ist das monumentale,
1769 m² grosse Feszty-Rundbild, dass
die Landnahme der Ungarn darstellt. Im Gedenkpark stehen
die Überreste des Klosters von Szer, dessen Geschichte
bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Aus
2000 Einzelteilen wurde die 500 kg schwere Gellért-Glocke
wieder zusammengesetzt. Ein einzigartiger Gebäudekomplex
zum Thema: "Der Wald ist der Tempel des
Lebens" stellt das Verhältnis zwischen Mensch und
Natur dar.
Szeged
Szeged liegt am Zusammenfluss von Theiss und Maros,
verzeichnet jährlich 2100 Sonnenstunden und heisst "Stadt
des Sonnenscheins". Weltberühmt sind die
echte Pick-Salami und der für die
ungarische Küche typische, milde oder scharfe Gewürzpaprika,
der auch reichlich in der Szegediner Fischsuppe
Verwendung findet. Die Stadt brachte namhafte
Schriftsteller, Dichter und Wissenschaftler hervor, u.
a. den Wissenschaftler und Nobelpreisträger Albert
Szent-Györgyi, der aus Gewürzpaprika das wichtige
Vitamin C herstellte.
Mehrere sehenswerte Gebäude wie Bischofspalast,
theologische Hochschule, Verwaltung der Universität und
das römisch-katholische Konvikt befinden sich am
Domplatz. Die als Gelöbniskirche
bekannte Bischofsbasilika bietet 5000 Gläubigen Platz
und wurde von den Überlebenden des Hochwassers aus
Dankbarkeit errichtet. Der frühgotische Demetriusturm
steht auf romanischen Grundmauern. In der Nationalen
Gedenkhalle befinden sich die Statuen der 90
bedeutendsten ungarischen Schriftsteller, Künstler und
Wissenschaftler. Im Sommer finden die Szegeder
Freilichtspiele statt. Das Jugendstil-Rathaus
beherrscht den Széchenyi-Platz. In der Nähe steht ein
anderes Jugendstilbauwerk, das Reök-Palais
(Tisza L. krt. 56). Das Gebäude der neuen Synagoge (Haynoczy
u. Ecke Gutenberg u.) zählt zu den schönsten jüdischen
Gotteshäusern Europas. Die spätgotische "Kirche
Maria Schnee" wurde im 17. Jahrhundert
umgebaut und mit einem Franziskanerkloster erweitert (Alsóváros,
Mátyás király tér). Das Ferenc-Móra-Museum
(Roosevelt tér 1-3) beherbergt eine umfangreiche archäologische
Sammlung. Steinerne Zeugen der Stadtgeschichte zeigt das
Lapidarium des Burgmuseums (Kotár Stefánia
sétány). Das Pick-Salami- und Paprikamuseum
(Tiszapart 10) präsentiert die Herstellung der weltberühmten
Pick-Salami und die Geschichte ab 1869 (Besichtigung nur
nach vorheriger Anmeldung). |
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| Theiss-See |
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Zwar wurde der zweitgrösste See Ungarns um 1970 künstlich
angelegt, jedoch die Inseln, die Altarme und Moraste
erinnern an die Urlandschaft. Der See umfasst eine
Wasserfläche von 127 km, er liegt inmitten der Grossen
Tiefebene, der Puszta. Im Grunde
handelt es sich um einen gestauten Flussabschnitt,
zwischen Dämmen, mit 16 Inseln und 10 Spülkanälen.
Das seichte Wasser erwärmt sich schnell, man kann baden
und an den tieferen Stellen Wassersport wie
Segeln, Wasserski und Surfen treiben. Der Theiss-See
kann auch mit Motorboot und Jet-Ski befahren werden. Am
Ufer befinden sich Erholungsorte, öffentliche Strände,
Campingplätze. Die aussergewöhnliche Wasserwelt des
Naturschutzgebietes, die Vogelwelt sowie der Fisch- und
Wildbestand sind Eldorados für Naturfreunde, Angler und
Jäger.
Abádszalók
Dieser Erholungsort ist ein Urlaubsparadies am südlichen
Zipfel des Sees. Bei Abádszalók weitet sich der See
zur 14 km² grossen Attila-Bucht,
geeignet für Wassersport wie Jet-Ski, Tretboot,
Motorboot. Auch Angler und Badegäste finden hier
ausreichend Platz. Im Dorfmuseum befindet sich eine
sehenswerte Puppensammlung. (István király út
41.)
Álompart (Traumufer) - Tiszanána
Ein beliebtes Urlaubsgebiet von Tiszanána ist der Dinnyés-Hügelrücken
mit den friedlichen Buchten, toten Flussarmen und
herrlichen Stränden. In Kisköre können
die Besucher auch die mit Blumen geschmückten
Parkanlagen bewundern oder die Volkskunde der Gegend im
Dorfmuseum (Béke út 5.) kennen lernen. u. 1.). Vielfältige
Touristenprogramme werden angeboten. Üppige Fischbestände
(Welse im Frühjahr, Hechte im Herbst) in den Gewässern
von Poroszló und Sarud
locken viele Angler an. Ein Tipp für Gäste, die gerne
guten Fisch essen!
Berekfürdo
Ferenc Pávai Vajna fand zwar kein Erdöl, aber Erdgas
und 56°C warmes, mineralstoffhaltiges Wasser, dem der
Ferienort seine Popularität verdankt. Das Heil-
und Strandbad des Ortes (Berek tér 13.)
besteht aus einem Thermal- Hallenbad mit zwei Becken und
dem Freibad mit sieben Schwimmbecken.
Die Glasfabrik geniesst internationales
Ansehen. Mit individueller Technik wird das berühmte
Schleierglas hergestellt. In der Ausstellung neben der
Fabrik kann man farbige Glasgegenstände
bewundern.
Karcag
Über die Geschichte der einstigen Hauptstadt von
Grosskumanien informiert das Museum. Das Kunsthandwerk
der Stadt prägen die von Hand gefertigten Tongefässe
der Töpfermeister, die kleinen Kunstwerke der Spitzenklöppler,
die farbenfrohen Stickereien. Die Kochkunst der Karcager
Köche, die das beste Kalbsgulasch weit und breit
zubereiten und die Frauen, die den köstlichen Hefezopf
backen, haben diesen typischen Marktflecken der
Tiefebene bekannt gemacht. Der berühmteste Töpfer von
Karcag, Sándor Kántor, wurde mit den höchsten Preisen
im In- und Ausland ausgezeichnet. Unter seinen Arbeiten
findet man die so genannten „Miska kancsók“
(Krüge in Gestalt des Bauern „Miska“), sie
können in der Töpferei (Erkel F. u. 1.) besichtigt
werden. Die Brücke von Zádor überspannt
kein Wasser, sondern „sitzt auf dem Trockenen“, denn
durch die Theissregulierung ist der ehemalige Fluss
schon lange ausgetrocknet. Das Strand- und
Schwimmbad (Forrás út 3.) wird mit Heilwasser
gespeist.
Tiszacsege
81°C heisses Heilwasser wird hier
gegen Rheuma- und Muskelschmerzen angewandt. Auf der
unter Naturschutz stehenden Insel Kácsa
gibt es noch die üppige unberührte Tier- und
Pflanzenwelt der Theiss-Region. Zur „Feeninsel“
gelangt man am Theissdeich entlang. In der Hauptstrasse
steht die reformierte Kirche. Über das typische Leben
in dieser Region informiert das „Tagelöhner - Haus“
(Zsellérház, Óvoda u. 26.). Ein Theiss-Motorboot fährt
nach Tokaj und Kisköre.
Tiszafüred
ist einer der beliebtesten Urlaubsorte am Theiss-See.
Der öffentliche Strand (Poroszló u.), die grünen
Wiesen, die Thermal- und Strandbäder
mit modernster Technik garantieren Badevergnügen. Die
Stadt war einst das Zentrum der Töpfer und Möbeltischler,
der Holzschnitzer und Maler. Das erste Dorfmuseum
Ungarns, das Kiss-Museum (Tariczky sétány
6.), wurde 1949 gegründet und zeigt den typischen „Füreder
Sattel“ der Pferdehirten der Puszta und die
Keramiken der Töpferzentren. Das Töpferhaus (fazekasház,
Malom u. 12.) stellt die Werke aus der Werkstatt der berühmtesten
Töpferdynastie von Füred vor. Eines der beliebtesten
Tongefässe von Tiszafüred ist der Miska-Krug in
Husaren-Gestalt mit Uniform und Tschako. Das Meggyes
Csárda-Museum ist die einzige, originalgetreu
eingerichtete Hortobágyer Csárda mit Küche (Kamin im
Freien) und Ausschank. Reiher, schwarze Störche und
eine sehr seltene Falkenart findet man u. a. im
strengstens geschützten Vogelreservat.
Tiszaújváros
bietet eines der modernsten Thermal- und
Erlebnisbäder Ungarns mit der aktuellsten
Badetechnik. Die 30 Jahre alte Stadt befindet sich an
der Mündung der Flüsse Theiss und Sajo.
Tiszavalker Becken
Das Vogelreservat ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes.
Mehr als eintausend Vogelpaare, Graureiher,
Seidenreiher, Nachtreiher und Kormorane leben in diesem
streng geschützten Gebiet. Die Besucher können an
einer der organisierten Bootsausflüge teilnehmen und
dabei die romantische Wasserwelt kennen lernen.

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