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Die berühmte Puszta in der ungarischen Tiefebene

Tiefebene
- Nördliche Tiefebene
- Südliche Tiefebene
- Theiss-See
Nördliche Tiefebene

Die nördliche Tiefebene ist ein ebenes Gebiet, das drei Komitate umfasst. Hier befindet sich auch der Nationalpark Hortobágy. Reizvolle Landschaften, eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt und zahlreiche Baudenkmäler und Kunstschätze prägen die Region. Zahlreiche Thermalwasservorkommen ermöglichten den Bau von mehreren Heilbädern.

Debrecen

Debrecen, die zweitgrösste Stadt des Landes, ist auch als "kalvinistisches Rom" bekannt. Wahrzeichen der Stadt ist die klassizistische reformierte Grosskirche. Der Sessel des grossen Staatsmannes Lajos Kossuth (1802–1894), der am 14 April 1849 die Unabhängigkeit vom Hause Habsburg proklamierte, wird hier aufbewahrt. Das "Reformierte Kollegium" (Kálvin tér 16.) war "die Schule des Landes". Das 180 Jahre alte Gebäude beherbergt eine Ausstellung über die Schul- und Kirchengeschichte, etwa 500 000 kostbare Bücher besitzt die grösste kirchliche Büchersammlung Ungarns. Das klassizistische Rathaus (Piac u. 20.), die reformierte Kleinkirche (Révész tér), die "Veres-Kirche” (Kossuth u.), die Synagoge (Pásti u.), die griechisch-katholische Kirche (Attila tér), die wissenschaftliche Kossuth-Lajos-Universität (Egyetem tér 1.), die Kathedrale St. Anna (Szent Anna u. 15.), die grösste Windmühle Mitteleuropas gehören zu den vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Das berühmte Heilbad im Grosswald (Nagyerdo, Nagyerdei park 1.) wird bei verschiedenen Beschwerden empfohlen.

Hajdúszoboszló

Bereits seit 75 Jahren ist der Ort das "Mekka der Rheumakranken" und einer der beliebtesten Erholungsorte der Tiefebene. Im Heilbad (Szent István park 1–3.) kann eine 2- bis 3-Wochen-Kur den Gesundheitszustand der Kurgäste wesentlich verbessern. Das Glockenhaus verfügt über eine Sammlung von Aluminiumglocken. Im Töpferhaus (Ady u. 2.) wird u. a. schwarze Nádudvarer Keramik gezeigt.

Hortobágy

Hortobágy ist eine der grössten unter Naturschutz stehenden, grasbedeckten Ebenen (Puszta) Europas, wo ungarische Graurinder, Pferde, Zackelschafe und Büffelherden unter freiem Himmel leben. Das 70.000 Hektar grosse Gebiet des Nationalparks Hortobágy wurde 1999 Teil des UNESCO-Weltnaturerbes.
Die so genannte "Brücke mit den neun Löchern" ist die längste Steinbrücke (167,3 m) Ungarns. Nur zwei Kilometer von der Gemeinde Hortobágy entfernt liegt Máta, Heimat des berühmten Hortobágyer Gestüts. Seit 300 Jahren werden hier Pferde der Rasse "Nonius" gezüchtet.

Jászberény

war jahrhundertelang Zentrum der im 13. Jahrhundert eingewanderten, aus dem Iran stammenden Volksgruppe der Jászok. Den Turm der "Kirche der Heiligen Jungfrau Maria" (Szentháromság tér) schmückt die ungarische Krone. Sorgsam wird der Schatz des Jász-Museums (Táncsics M. u. 5.), ein geschnitztes Elfenbein- Horn, gehütet. Thermal-, Heil- und Schwimmbad und eine Kunsteisbahn bieten genügend Bewegungsmöglichkeiten.

Nyíregyháza

Nyíregyháza ist eine ruhige, hübsche Stadt. Im Stadtzentrum steht eine barocke evangelische Kirche (Luther tér). Die wichtigsten Gebäude - das Rathaus (Városháza, Kossuth tér), das Hotel- Kasino Krone (Dózsa György u.) und das Komitatshaus (Hosök tere) wurden von Ignác Alpár, dem Meister des ungarischen Jugendstils geplant. Der schönste Vertreter des Jugendstils ist der Nyírvíz- Palast. (Széchenyi u. 1.). Nyíregyháza-Sóstófürdo ist vier Kilometer von der Stadt entfernt. Der Kurort ist seit 300 Jahren wegen des natriumkarbonathaltigen Sees beliebt. Im zweitgrössten zoologischen Garten Ungarns leben mehr als 1000 Tiere und 150 verschiedene Tierarten aus fünf Kontinenten in einer naturbelassenen Umgebung.

Szolnok

Die am Zusammenfluss der Flüsse Theiss und Zagyva gelegene Stadt ist seit mehr als 900 Jahren ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt an der Theiss. Der alte Bahnhof ist Ungarns "dienstälteste" Station, während der neue Bahnhof einer der modernsten in Mitteleuropa ist. Merkmale des Jugendstils tragen das Rathaus (Kossuth tér), die evangelische Kirche (Kellner Gyula u.) und das Szigligeter Theater (Tisza park 1.). Der neobarocke Bau des Hotels Theiss und die mit einer Kuppel geschmückten Gebäude des Heilbades zaubern eine unverwechselbare Silhouette. Sehenswert ist die 1902 gegründete Szolnoker Künstlersiedlung (Szolnoki Muvésztelep, Gutenberg tér 4.), die viele Grössen der ungarischen zeitgenössischen Malkunst hervorgebracht hat. Ein bedeutendes Denkmal ist die barocke Franziskanerkirche aus dem 18. Jahrhundert mit dem ehemaligen Kloster (Templom u. 8.). Szolnok ist die Stadt des Wassersports. Am toten Arm der Theiss wurde eine Rodelbahn gebaut, an der Theiss selbst gibt es öffentliche Badestrände.

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Südliche Tiefebene

"Das Meer der Ebene"– so beschrieb der ungarische Dichters Sándor Petőfi die ungarische Puszta und die Theiss. In dieser Gegend werden die meisten Sonnenstunden gezählt, Thermalwasser sprudelt hier reichlich. 

Baja

Die Hafenstadt liegt an der Donau und am Donauarm Sugovica. Deutsche, Kroaten, Serben und Ungarn leben hier seit Jahrhunderten zusammen. Besonders sehenswert sind das Rathaus (városháza, Szentháromság tér 1), ein Neorenaissance – Gebäude, die Franziskanerkirche (ferences templom, Bartók B. u. 1.) mit Rokokoaltar, das Altarbild der Kirche St. Peter und Paul (Tóth Kálmán tér), die Ikonostase der serbischen Kirche (szerb templom, Miklós u.) und das Gebäude ehemaligen Synagoge (Munkácsy u. 9.). Die Geschichte der Fischerei zeigt das Museum (Deák F. u. 1.), das nach István Türr, dem berühmten Sohn der Stadt und Architekten des Kanals von Korinth, benannt wurde. Die von der Sugovica umschlossene Insel ist ein Touristenparadies. Es gibt Schwimmbad und Tennisplatz, der Hafen liegt an der Rhein-Main-Donau-Wasserstrasse. Die berühmte Fischsuppe von Baja ist im Guinnessbuch der Rekorde zu finden, jedes Jahr am zweiten Samstag im Juli köchelt gleichzeitig in 2000 Kesseln auf offenem Feuer die Fischsuppe.

Békéscsaba
Weltbekannt sind die schmackhafte Csabaer Wurst und die berühmten Werke der Druckerei Kner. Die evangelische Grosskirche verfügt über 2900 Sitzplätze und eine ausgezeichnete Akustik (Széchenyi tér), sie ist Ungarns grösste evangelische Kirche. Das Munkácsy- Museum (Széchenyi u. 9.) zeigt 15 Werke des grössten Malers aus dem 19. Jahrhundert, Mihály Munkácsy. Mit 500 Quadratmetern Wandmalerei von László Patay überrascht die Herz-Jesu-Kirche (Jézus szíve templom, Erzsébethely városrész /Stadtteil) die Besucher.

Bugac

Die Bugac-Puszta, anerkanntes Biosphärenreservat, ist Teil des Nationalparks Kiskunság. Das Touristikzentrum bietet Reitervorführungen an (Geschicklichkeit, Vorstellung der Reiter, Ausritte und Kutschfahrten), am beliebtesten sind das Pferdetreiben und der Puszta-Fünfer. Das Hirtenmuseum (Pásztormúzeum, Bugac-puszta) gibt einen Überblick über den Alltag der Hirten, die Schitzereien und den Bau der Hütten.

Gyula

Blumen, Rosengärten, gepflegte Parkanlagen und romantische Promenaden prägen die Stadt. Wahrzeichen der Stadt ist die gotische Burg aus dem 15. Jahrhundert, die einzige Ziegelburg in Mitteleuropa. Eines der schönsten Heilbäder Ungarns ist das Burgbad von Gyula (várfürdő, Várkert/Burggarten) mit mehreren Schwimmbecken. Es befindet sich gegenüber der Burg in einem 8,5 Hektar grossen Urpark des ehemaligen Schlosses Almásy. Das 72°C heisse Heilwasser wird u. a. bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, Entzündungen, gynäkologischen Beschwerden, Nervenschmerzen und Magenbeschwerden mit Erfolg angewendet. Die "hundertjährige Konditorei" (Százéves cukrászda, Erkel tér 1.), zweitälteste Patisserie im Lande (1840), ist bis heute mit dem Originalmobiliar eingerichtet und einen Besuch wert. Der berühmte Sohn der Stadt, Ferenc Erkel, (1810–1893) ist der Gründer der ungarischen Nationaloper und Komponist der Opern Bánk bán, Hunyadi László, und der ungarischen Nationalhymne. Sein ehemaliges Wohnhaus ist heute Museum (Apor Vilmos tér 7.). Der Dürersaal (Kossuth L. u. 17.) wurde nach Albrecht Dürer benannt, da Dürers Vater aus Gyula stammte. "Gyulai Kolbász" ist die beliebte Gyulaer Paprika-Dauerwurst. Die Sammlung "Heilige Jungfrau Maria" (Apor Vilmos tér 11.) enthält Gnadenbilder, Erinnerungsstücke und Kleidungsstücke von Mitgliedern der verschiedenen Glaubensrichtungen.

Hódmezővásárhely

Blumenstickereien schmücken Decken und Kissen. Die gestickten Blumenmotive und die handgearbeiteten Keramiken der Töpfer gehören zur Volkskunst dieser Stadt. Auf dem Hauptmarkt, dem Kossuth-Platz steht das im eklektischen Stil erbaute Rathaus (Városház, 1.). Die barocke reformierte Kirche stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Hotel zum Schwarzen Adler (Fekete Sas Szálló , Nr. 3.) und das Gebäude der ungarischen Kreditbank (Magyar Hitel Bank, Nr. 5.) vertreten den eklektischen Stil. Die Synagoge (Szeremlei u. 3.) trägt Merkmale des ungarischen Jugendstils. Unweit der Stadt liegt die Mártélyer Feriensiedlung mit guten Wassertourismus-Möglichkeiten.

Kalocsa

Kränze aus Paprika und zum Trocknen aufgehängte Paprikaschoten (das unentbehrliche Gewürz der ungarischen Küche), handgemalte, bunte Blumenmuster an den Häusern, hauchdünne, weisse Spitzen, Stickereien mit bunten Blumenmustern und wunderschön bestickte Volkstrachten machten die über tausendjährige Stadt Kalocsa weltweit bekannt. Im Landschaftshaus der Volkskunst (népművészeti tájház, Tompa Mihály u. 7.) kann man wunderbare Stickereien, Trachten etc. bewundern, das ungarische Gewürzpaprika - Museum (Magyar Fűszerpaprika Múzeum, Szent István király út 6.) informiert über Geschichte, Anbau, Verarbeitung von Paprika. Die erzbischöfliche Basilika (Szentháromság tér 1.) ist ein prächtiges Bauwerk, die grosse Orgel wurde mehrfach von Ferenc Liszt gespielt. In der Schatzkammer der Basilika (Foszékesegyházi Kincstárb, Szentháromság tér 1.) wird auch die Herme des heiligen Stephan, die Kopfreliquie ersten Königs von Ungarn, aufbewahrt. Die Bibliothek des Erzbischofspalastes (érseki palota, Szentháromság tér 1.) umfasst über 150.000 Bände, darunter viele Kodizes und Wiegendrucke. 

Kecskemét

Die Stadt wurde durch "Barackpálinka" (Aprikosenschnaps aus Kecskemét), die verzierten Jugendstilgebäude und die „Kodály-Methodik” weltweit bekannt. Am Kossuth-Platz stehen mehrere berühmte Gebäude. Das prachtvoll verzierte Rathaus (Nr. 1.) gilt als Meisterwerk des ungarischen Jugendstils. Zur vollen Stunde erklingt ein Glockenspiel, die Melodie wurde von Zoltán Kodály komponiert. Die älteste Kirche ist die ursprünglich gotische Franziskanerkirche Sankt Nikolaus (Szent Miklós-templom 5.), die grösste im Zopfstil erbaute Kirche der Tiefebene ist die Grosskirche. Der bekannte ungarische Komponist Zoltán Kodály wurde in Kecskemét geboren. Der prunkvolle "Cifra-Palast" (Rákóczi u. 1.) ist ein grossartiges Werk des ungarischen Jugendstils. Piaristenkirche und Ordenshaus (Jókai u. 1.) wurden im ungarischen Barockstil erbaut, die evangelische Kirche (Arany János u. 1.) trägt eklektische Merkmale.
Fast 2500 Gemälde und Skulpturen bietet das Museum der naiven Kunst (Magyar Naiv Művészek Múzeuma, Gáspár András u. 11.).
Versäumen Sie nicht, die ständige  Ausstellung des "expressiv-emotionalen" Impressionisten,  des Malers János Bozsó (1922-1928) anzuschauen. János Bozsó Sammlung (Klapka György u. 34.) Der Erneuerer der Schule der Tiefebene ("Alföldi iskola") war Gründer-Mitglied der Künstlerkolonie in Tiszakécske. Der Sohn der Stadt ist seit 1997 Ehrenbürger der Stadt.
Das ungarische Fotomuseum (Katona József tér 12.) stellt fast 3000 Objekte aus, 1500 Musikinstrumente aus der ganzen Welt präsentiert die Sammlung Leskowsky (Zimay u. 6/A). Die Obstschnapsbrennerei Zwack Unicum AG (Zwack Gyümölcspálinka-fozde és kiállítás, Matkói u. 2.) lädt zur Besichtigung mit "Obstlerprobe" ein.

Kiskunfélegyháza

Besonders sehenswert ist das Rathaus von Kiskunfélegyháza (Kossuth Lajos u. 1), an dessen Wänden farbenprächtige Steinblumen wachsen. Die Keramiken stammen aus der weltberühmten Porzellanmanufaktur Zsolnay. Eng mit der Stadt sind zwei berühmte Vertreter der ungarischen Literatur verbunden: der Dichter Sándor Petofi (1823-1849) und der Schriftsteller, Wissenschaftler und Museumsdirektor Ferenc Móra. Im Hof des Kiskun-Museums (Holló L. u. 9.) – vormals Kerker der Stadt – steht eine Windmühle mit vier Flügeln. Eines der schönsten Denkmäler der Stadt ist die Barockkirche der Heiligen Jungfrau mit der Sichel (Boldogasszony-tenplom, Béke tér). 

Lajosmizse

Die alte "Tanyacsárda" bietet Spezialitäten der ungarischen Küche. Pferdevorführungen, "Einödpartys" und temperamentvolle Zigeunermusik stehen auf dem Programm. Empfehlenswert ist der Besuch eines typischen Gehöfts: zahlreiche Stallungen, viele Tiere, Sommerküche, Taubenschlag, Wagenschuppen, Maisscheune.

Ópusztaszer

Die erste Ständeversammlung der ungarischen Stämme, die vor über 1100 Jahren in das Karpatenbecken einzogen und das Land einnahmen, fand in Szer statt. Anführer der ungarischen Stämme war Stammesoberhaupt Árpád, dessen Denkmal seit 100 Jahren im Nationalen Historischen Gedenkpark (Nemzeti Töréneti Emlékpark Szoborkert 68) steht. Eindrucksvoll ist das monumentale, 1769 m² grosse Feszty-Rundbild, dass die Landnahme der Ungarn darstellt. Im Gedenkpark stehen die Überreste des Klosters von Szer, dessen Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. Aus 2000 Einzelteilen wurde die 500 kg schwere Gellért-Glocke wieder zusammengesetzt. Ein einzigartiger Gebäudekomplex zum Thema: "Der Wald ist der Tempel des Lebens" stellt das Verhältnis zwischen Mensch und Natur dar.

Szeged

Szeged liegt am Zusammenfluss von Theiss und Maros, verzeichnet jährlich 2100 Sonnenstunden und heisst "Stadt des Sonnenscheins". Weltberühmt sind die echte Pick-Salami und der für die ungarische Küche typische, milde oder scharfe Gewürzpaprika, der auch reichlich in der Szegediner Fischsuppe Verwendung findet. Die Stadt brachte namhafte Schriftsteller, Dichter und Wissenschaftler hervor, u. a. den Wissenschaftler und Nobelpreisträger Albert Szent-Györgyi, der aus Gewürzpaprika das wichtige Vitamin C herstellte.
Mehrere sehenswerte Gebäude wie Bischofspalast, theologische Hochschule, Verwaltung der Universität und das römisch-katholische Konvikt befinden sich am Domplatz. Die als Gelöbniskirche bekannte Bischofsbasilika bietet 5000 Gläubigen Platz und wurde von den Überlebenden des Hochwassers aus Dankbarkeit errichtet. Der frühgotische Demetriusturm steht auf romanischen Grundmauern. In der Nationalen Gedenkhalle befinden sich die Statuen der 90 bedeutendsten ungarischen Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler. Im Sommer finden die Szegeder Freilichtspiele statt. Das Jugendstil-Rathaus beherrscht den Széchenyi-Platz. In der Nähe steht ein anderes Jugendstilbauwerk, das Reök-Palais (Tisza L. krt. 56). Das Gebäude der neuen Synagoge (Haynoczy u. Ecke Gutenberg u.) zählt zu den schönsten jüdischen Gotteshäusern Europas. Die spätgotische "Kirche Maria Schnee" wurde im 17. Jahrhundert umgebaut und mit einem Franziskanerkloster erweitert (Alsóváros, Mátyás király tér). Das Ferenc-Móra-Museum (Roosevelt tér 1-3) beherbergt eine umfangreiche archäologische Sammlung. Steinerne Zeugen der Stadtgeschichte zeigt das Lapidarium des Burgmuseums (Kotár Stefánia sétány). Das Pick-Salami- und Paprikamuseum (Tiszapart 10) präsentiert die Herstellung der weltberühmten Pick-Salami und die Geschichte ab 1869 (Besichtigung nur nach vorheriger Anmeldung).

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Theiss-See

Zwar wurde der zweitgrösste See Ungarns um 1970 künstlich angelegt, jedoch die Inseln, die Altarme und Moraste erinnern an die Urlandschaft. Der See umfasst eine Wasserfläche von 127 km, er liegt inmitten der Grossen Tiefebene, der Puszta. Im Grunde handelt es sich um einen gestauten Flussabschnitt, zwischen Dämmen, mit 16 Inseln und 10 Spülkanälen. Das seichte Wasser erwärmt sich schnell, man kann baden und an den tieferen Stellen Wassersport wie Segeln, Wasserski und Surfen treiben. Der Theiss-See kann auch mit Motorboot und Jet-Ski befahren werden. Am Ufer befinden sich Erholungsorte, öffentliche Strände, Campingplätze. Die aussergewöhnliche Wasserwelt des Naturschutzgebietes, die Vogelwelt sowie der Fisch- und Wildbestand sind Eldorados für Naturfreunde, Angler und Jäger. 

Abádszalók

Dieser Erholungsort ist ein Urlaubsparadies am südlichen Zipfel des Sees. Bei Abádszalók weitet sich der See zur 14 km² grossen Attila-Bucht, geeignet für Wassersport wie Jet-Ski, Tretboot, Motorboot. Auch Angler und Badegäste finden hier ausreichend Platz. Im Dorfmuseum befindet sich eine sehenswerte Puppensammlung. (István király út 41.) 

Álompart (Traumufer) - Tiszanána

Ein beliebtes Urlaubsgebiet von Tiszanána ist der Dinnyés-Hügelrücken mit den friedlichen Buchten, toten Flussarmen und herrlichen Stränden. In Kisköre können die Besucher auch die mit Blumen geschmückten Parkanlagen bewundern oder die Volkskunde der Gegend im Dorfmuseum (Béke út 5.) kennen lernen. u. 1.). Vielfältige Touristenprogramme werden angeboten. Üppige Fischbestände (Welse im Frühjahr, Hechte im Herbst) in den Gewässern von Poroszló und Sarud locken viele Angler an. Ein Tipp für Gäste, die gerne guten Fisch essen!

Berekfürdo

Ferenc Pávai Vajna fand zwar kein Erdöl, aber Erdgas und 56°C warmes, mineralstoffhaltiges Wasser, dem der Ferienort seine Popularität verdankt. Das Heil- und Strandbad des Ortes (Berek tér 13.) besteht aus einem Thermal- Hallenbad mit zwei Becken und dem Freibad mit sieben Schwimmbecken.
Die Glasfabrik geniesst internationales Ansehen. Mit individueller Technik wird das berühmte Schleierglas hergestellt. In der Ausstellung neben der Fabrik kann man farbige Glasgegenstände bewundern. 

Karcag

Über die Geschichte der einstigen Hauptstadt von Grosskumanien informiert das Museum. Das Kunsthandwerk der Stadt prägen die von Hand gefertigten Tongefässe der Töpfermeister, die kleinen Kunstwerke der Spitzenklöppler, die farbenfrohen Stickereien. Die Kochkunst der Karcager Köche, die das beste Kalbsgulasch weit und breit zubereiten und die Frauen, die den köstlichen Hefezopf backen, haben diesen typischen Marktflecken der Tiefebene bekannt gemacht. Der berühmteste Töpfer von Karcag, Sándor Kántor, wurde mit den höchsten Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet. Unter seinen Arbeiten findet man die so genannten „Miska kancsók“ (Krüge in Gestalt des Bauern „Miska“), sie können in der Töpferei (Erkel F. u. 1.) besichtigt werden. Die Brücke von Zádor überspannt kein Wasser, sondern „sitzt auf dem Trockenen“, denn durch die Theissregulierung ist der ehemalige Fluss schon lange ausgetrocknet. Das Strand- und Schwimmbad (Forrás út 3.) wird mit Heilwasser gespeist.

Tiszacsege

81°C heisses Heilwasser wird hier gegen Rheuma- und Muskelschmerzen angewandt. Auf der unter Naturschutz stehenden Insel Kácsa gibt es noch die üppige unberührte Tier- und Pflanzenwelt der Theiss-Region. Zur „Feeninsel“ gelangt man am Theissdeich entlang. In der Hauptstrasse steht die reformierte Kirche. Über das typische Leben in dieser Region informiert das „Tagelöhner - Haus“ (Zsellérház, Óvoda u. 26.). Ein Theiss-Motorboot fährt nach Tokaj und Kisköre.

Tiszafüred

ist einer der beliebtesten Urlaubsorte am Theiss-See. Der öffentliche Strand (Poroszló u.), die grünen Wiesen, die Thermal- und Strandbäder mit modernster Technik garantieren Badevergnügen. Die Stadt war einst das Zentrum der Töpfer und Möbeltischler, der Holzschnitzer und Maler. Das erste Dorfmuseum Ungarns, das Kiss-Museum (Tariczky sétány 6.), wurde 1949 gegründet und zeigt den typischen „Füreder Sattel“ der Pferdehirten der Puszta und die Keramiken der Töpferzentren. Das Töpferhaus (fazekasház, Malom u. 12.) stellt die Werke aus der Werkstatt der berühmtesten Töpferdynastie von Füred vor. Eines der beliebtesten Tongefässe von Tiszafüred ist der Miska-Krug in Husaren-Gestalt mit Uniform und Tschako. Das Meggyes Csárda-Museum ist die einzige, originalgetreu eingerichtete Hortobágyer Csárda mit Küche (Kamin im Freien) und Ausschank. Reiher, schwarze Störche und eine sehr seltene Falkenart findet man u. a. im strengstens geschützten Vogelreservat.

Tiszaújváros

bietet eines der modernsten Thermal- und Erlebnisbäder Ungarns mit der aktuellsten Badetechnik. Die 30 Jahre alte Stadt befindet sich an der Mündung der Flüsse Theiss und Sajo. 

Tiszavalker Becken

Das Vogelreservat ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Mehr als eintausend Vogelpaare, Graureiher, Seidenreiher, Nachtreiher und Kormorane leben in diesem streng geschützten Gebiet. Die Besucher können an einer der organisierten Bootsausflüge teilnehmen und dabei die romantische Wasserwelt kennen lernen.

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